Pasila Rangierbahnhof

Im Rangierbahnhof Pasila muss das Drainagewasser gereinigt werden

Über Jahrzehnte hinweg bereitete die Qualität des Drainagewassers kontinuierliche Probleme, und im Kumpula‑Bach wurden immer wieder Ölreste festgestellt, die vermutlich aus dem Depot von VR stammten.

Vom Schätzwert zur Echtzeitinformation

Kim Brander, Office Manager bei Golder Associates Oy – dem Umweltberater des Projekts – schätzt, dass ein erheblicher Teil des Regen- und Schmelzwassers im Rangierbahnhof in den Boden versickert.

„Neben der Größe des Areals basierte die Schätzung der durch den Regenwasserkanal abfließenden Wassermenge auf den durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsdaten sowie den angenommenen Verdunstungs‑ und Versickerungsvolumen“, erklärt er.

„Die geschätzte tägliche Durchflussmenge war relativ hoch, was sich direkt in den berechneten Reinigungskosten widerspiegelte. Eine schätzungsbasierte Abrechnung ist für keine der beiden Parteien fair. Wir wollen die exakte Gesamtmenge kennen. Außerdem benötigen wir präzise Informationen darüber, welche Arten von Verunreinigungen mit dem Drainagewasser abgeschwemmt werden, da Sickerwasser aus alten Deponien häufig Probleme in Kläranlagen verursacht“, erklärt Yrjö Lundström, Environmental Manager der Umweltdiensteinheit von Helsinki Wasser.

„Die geschätzte tägliche Durchflussmenge war relativ hoch, was sich direkt in den berechneten Reinigungskosten widerspiegelte. Eine schätzungsbasierte Abrechnung ist für keine der beiden Parteien fair. Wir wollen die exakte Gesamtmenge kennen.“

Yrjö Lundström, Environmental Manager, Helsinki Wasser

Durchflussmessung und Analyse der Wasserqualität

Ziel der Ende 2007 begonnenen Überwachung ist es, die Gesamtmenge und die Qualität des Regen- und Drainagewassers im Rangierbahnhof zu bestimmen. Im Regenwasserkanal des Bahnhofs wurde ein Durchflussmesssystem Nivus OCM Pro installiert, das auch eine Probenahmeeinheit umfasst. Die Durchflussmessung erfolgt kontinuierlich, während die Wasserqualität anhand von viermal jährlich entnommenen Proben untersucht wird.

Zusätzlich werden Wasserproben aus den Grund- und Schichtenwasserbeobachtungsrohren im Bahnhofsbereich sowie aus den umliegenden Gräben entnommen.

Die Belastung durch das Drainagewasser lässt sich anhand der Durchflussdaten und der Ergebnisse der Qualitätsanalysen berechnen. Wenn die Wasserqualität so weit verbessert werden kann, dass das Wasser wieder in den Kumpula‑Bach eingeleitet werden dürfte, wäre Helsingin Vesi darüber sehr erfreut, meint Lundström.

Daten für mehrere Beteiligte verfügbar

Die Messdaten stehen allen Beteiligten über LabkoNet sofort zur Verfügung und können direkt genutzt werden. Dank der vielseitigen Anschlussmöglichkeiten des Fernüberwachungssystems konnte das Objekt direkt in die LabkoNet‑Plattform von Helsingin Vesi integriert werden, über die bereits zuvor die Kohlenstoff‑ und Schwefelwasserstoffkonzentrationen des Abwassers in Pumpstationen in Hafenbereichen und anderen Standorten überwacht wurden.